Mobil, immobil und die Immobilie – Gemeinsam älter werden im Dorf.

Endbericht zur Haushaltsbefragung der Kath. Hochschule Freiburg in Heuweiler

Vor gut einem Jahr wurde die Projektidee zur Studie „Mobil, immobil und die Immobilie – gemeinsam älter werden im Dorf – eine Haushaltsbefragung in Heuweiler 2020“[1] der Kath. Hochschule Freiburg im Gemeinderat Heuweiler vorgeschlagen. Einstimmung nahm der Gemeinderat das Projekt auf und unterstützte es auch finanziell sowie organisatorisch über die Gemeindeverwaltung.

Der Titel: “Mobil, immobil und die Immobilie – Gemeinsam älter werden im Dorf ” war handlungsleitend, um Fragen der Mobilität, des Wohnens, des Älterwerdens und Altseins bis hin zu Hilfs- und Pflegebedürftigkeit zu erörtern und empirische Daten aus der Bevölkerung zu gewinnen. Nach der Befragung, die coronabedingt von Anfang März bis Ende Mai 2020 dauerte, und einer intensiven Auswertungsphase der Daten liegen nun die lang ersehnten Ergebnisse der Haushaltsbefragung auf dem Tisch [1]. Die Daten sagen nicht alles, aber vieles über unser Dorf aus, und sie werden sicherlich in den nächsten 10 Jahren zu einer Grundlage für zukünftige Schritte, Planungen und auch Maßnahmen in Heuweiler werden.

Wir haben 166 Haushalte von ca. 460, d.h. 36% aller HH erfasst, in denen 455 Personen leben, das sogar 41% der Bevölkerung. Nach sorgfältigem Vergleich der hier erzielten Ergebnisse mit Daten aus der amtlichen Statistik sind wir von der weitgehenden Repräsentativität dieser Studie fest überzeugt. Es finden sich kaum Abweichungen, so dass von einem guten Abbild der Gemeinde gesprochen werden kann. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlichen bei allen teilnehmenden Haushalten.

Der Endbericht enthält neben einer Einführung ein Kapitel zum Stand der Forschung in der Thematik, eine Beschreibung der methodischen Aspekte und ein ausführliches Ergebniskapitel. Am Schluss werden aus den Ergebnissen, insbesondere zu Bedarfslagen und festgestellten Defiziten im Dorf, Empfehlungen entwickelt die als mögliche Leitlinie dienen kann für eine zukünftige Kommunalpolitik und auch zur Orientierung der Bürger*innen selbst, sowie für die verschiedenen Vereine und Initiativen im Ort.

Danke an alle teilnehmenden Haushalte an dieser Stelle, und auch an die Gemeinde Heuweiler mit Bürgermeister und Gemeinderat für die vielfältige Unterstützung

Viel Spaß beim Lesen – Wir sind gespannt auf die Resonanz im Ort.

Wenn Corona es wieder zulässt, würden wir gerne noch in einer Bürgerversammlung die Ergebnisse und Empfehlungen präsentieren. Dazu wird separat eingeladen.

Prof. Dr. Burkhard Werner und 10 Studierende der Kath. Hochschule Freiburg (Kontaktmailadresse: Burkhard.Werner@kh-freiburg.de)

 

Die Empfehlungen aus der Haushaltsbefragung im Einzelnen

Sinnvoller Weise werden Empfehlungen aus den Ergebnissen eines Projektes wie des vorliegenden unter Beteilung politischer Gremien wie des Gemeinderates bzw. eines seiner Ausschüsse, oder auch der Bürger*innen und Bürger z.B. in Form der/des sachkundigen Bürger*in und/oder durch die Bildung von Expert*innen- bzw. Betroffenen-Gruppen für die Zukunft abgeleitet. In Zeiten wie Corona hätte sich das schwierig bis unmöglich gestaltet, so dass zu diesem Zeitpunkt der Berichterstellung darauf verzichtet wurde. Möglicherweise kann das in Nach-Corona-Zeiten nachgeholt werden. Es werden deshalb hier Empfehlungen vorgestellt, die im Wesentlichen vom Projektleiter, in geringem Umfang auch von den studentischen Mitarbeiter*innen entwickelt wurden. Grundlage dafür waren die wichtigsten Befragungsergebnisse zu Bedarfslagen und Defiziten im Ort sowie wissenschaftlich anerkannte (z.B. den Altenbericht der Bundesregierung) und politische Ziele auf Bundes-, und Landesebene (z.B. Klimaschutz, Verkehrswende etc.), wie sie insbesondere für den ländlichen Raum entwickelt wurden. Auch kommunalpolitische Entwicklungslinien, z.B. der Neuen Liste Heuweiler oder der Bürgerrunde Heuweiler e.V., soweit diese identifizierbar war, wurden hinzugezogen. Als Leitidee lag das Motto des Projektes „gemeinsam älter werden im Dorf“ zu Grunde. In einer Rohfassung wurden diese Empfehlungen einigen orts-, sach- und fachkundigen Bürger*innen Heuweilers mit der Bitte und Prüfung und ggfls. Ergänzungen vorleget. Dieser Bitte sind 6 Personen gefolgt, die allesamt in Vereinen, Gremien und Institutionen Heuweilers engagiert sind, hier aber namentlich nicht erwähnt werden sollen. Ihnen sei herzlich gedankt für die kritische Prüfung und die vielen zusätzlichen Anregungen. Dies folgenden Empfehlungen stimmen also nicht unbedingt mit der Haltung der Neuen Liste Heuweilers überein, weder insgesamt noch im Detail, sondern sind als Anregungen und Diskussionsvorschläge für die Zukunft zu verstehen.

Heuweiler, im Jahr 2021                     Otmar Maas und Burkhard Werner

Teil 1: zur Bevölkerungsentwicklung, zur Entwicklung des Wohnbestandes und zur allgemeinen Infrastruktur des Dorfes

Teil 2: zum aktuellen Wohnungsbestand, zu dessen alten- und behindertengerechter Gestaltung, sowie zu digitalen Medien und deren Nutzung incl. des Internets

 

Verlinkte Quellen

[1] Mobil, immobil und die Immobilie – gemeinsam älter werden im Dorf – eine Haushaltsbefragung in Heuweiler 2020: Original-Fragebogen

[2] Mobil, immobil und die Immobilie – gemeinsam älter werden im Dorf. Endbericht zur Haushaltsbefragung in Heuweiler, Kath. Hochschule Freiburg, Januar 2021

 

Burkhard Werner

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