Otmar Maas

Was mir in Heuweiler wichtig ist? Das Mittun und Dazugehören. Heuweiler ist für mich der Lebensmittelpunkt. z. B. unser Haus in der Gundelfinger Str., beim Zeltlager in den ersten Jahren, die Mitarbeit in der Pfarrgemeinde St. Remigius im Pfarrgemeinderat, Kirchenchor und immer wieder auch noch der Kindergarten; auch der Sportverein DJK Heuweiler gehört besonders dazu (18 Jahre als Jugendleiter, sechs als 1. Vorsitzender und aktuell wieder als Präsident im Vorstand); seit nun 25 Jahren der Gemeinderat.

Und im Gemeinderat? Immer der Blick für das Ganze, dem Leben mehr Vorrang zu lassen als dem Prinzip, das Dazugehören aller zu fördern, von klein bis ganz groß, von jung bis ins hohe Alter. In der jüngeren Zeit fällt mir auf, wie wesentlich Fairness ist im Dorf. Auch die unangenehmen Anträge haben ein Recht darauf. Die Leistung aller gehören gewürdigt. Standpunkt beziehen ist mir wichtig und dazu stehen. Ich kann nicht überall unterwegs sein, in jeder Veranstaltung, an jedem Stammtisch, in jeder Initiative. Dafür äußere ich mich eideutig und klar in der Sitzung, dort, wo es jeder mitbekommen kann. Auch wenn ich zuweilen bei Abstimmungen die Minderheit darstelle. Ich beziehe Stellung.

Und noch? Für unser Dorf wünsche ich mir, dass wir immer selber entscheiden können, wie es weitergehen soll. Ich trat dafür ein, dass Heuweiler einen eigenen Bürgermeister erhält. Unsere Gemeinde hat ihn wieder zusammen mit Gundelfingen. Umso mehr kommt es darauf an, dass die Bürgerinnen und Bürger sich zusammentun und sich für ihr Dorf einsetzen. Viele tun es in zahlreichen Gruppen, Vereinen und thematischen Initiativen. Es geht um die Identität und den Zusammenhalt und die kommunale Qualität im weiterhin selbständigen Heuweiler. Ich will nicht, dass in einer der Nachbargemeinden entschieden wird, ob vor den Toren Heuweilers Gewerbegebiete entstehen.

Das kulturelle Leben in Heuweiler steht für mich an oberer Stelle. Die Herzensbildung des Einzelnen und das Zusammenleben der Menschen sind immer eine große Aufgabe, die nie starr ist.

Das konstruktive und engagierte Zusammenwirken unter allen Gruppen im Gemeinderat bleibt dafür das tragende Fundament.

Und für mich selber? Mich interessieren offene Fragen und der Alltag. Im Licht meines Glaubens ausgedrückt wie der Hl.Ignatius sagt: „Gott finden in allen Dingen.“

Mein Motto? Es gibt noch drei Sätze, die mich angesprochen haben:

“Nicht das Vielwissen, sondern das Verkosten und Verspüren der Dinge sättigt und befriedigt die Seele.” (Ignatius v. Loyola)
“Schiffe sind sicher, wenn sie im Hafen liegen. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.”
“Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.” Röm 5,5

Sie begleiten mich seit langem bei meinen persönlichen Lebensentscheidungen und in meinem derzeitigen beruflichen Alltag in der Seelsorgeeinheit Gundelfingen-Zähringen und an der Albert-Schweitzer-Werkrealschule in Gundelfingen.

Mein Lieblingsplatz in Heuweiler? Unsere Dorfkirche St. Remigius und das Wildtaler Eck. Immer wieder auch das Gemeindehaus und der große Saal in unserer Kirchberghalle (z.B. beim Tanzen).

Meine schönsten Erlebnisse? ‚Bestes‘ und ‚Schönstes‘ ist immer schwer zu benennen. Es gibt unzählig Gleichrangiges bei mir. Ich gehe immer ganz darin auf, mit unseren Enkeln zu sein oder für die Familien unserer Kinder. Ich kann außer mir sein, wenn ein Tor für uns fällt.

Ich lese für mein Leben gerne Zeitung oder tu auch mal gar nichts. Ich tanze und freue mich sehr, dass in Heuweiler Wein wächst. Ich bin sehr gerne verheiratet.

Was ich gar nicht haben kann? Absolute Rechthaberei mag ich gar nicht. Egal, aus welcher Liste oder von wem sie stammen mag. Austricksen mag ich auch nicht, taktieren um des eigenen Vorteils willen. So was geht mir gegen den Strich, weil es unehrlich ist.

Persönliches? In diesem Jahr bin ich 65 Jahre alt. Aufgewachsen war ich in einer großen Familie auf dem Dorf im Hohenzollerischen (Melchingen), zur Schule ging ich in Sigmaringen. Durch mein Studium (Theologie) kam ich nach Freiburg, war dazu ein Jahr in Israel in Jerusalem und bin danach nicht mehr aus dem Freiburger Land weg. Über Wildtal und Glottertal sind wir vor ca. 35 Jahren in Heuweiler angekommen. Solange mir nichts Zwingendes passiert, will ich von hier auch nicht mehr fort.

In unserer eigenen Familie gibt es inzwischen drei erwachsene Söhne und ihre Familien; zudem freue ich mich, Großvater zu sein von drei Enkelinnen und vier Enkeln.

Sie alle, und Petra, meine Frau – wir haben 1979 in Heuweiler geheiratet – sind mir besonders wichtig und liegen mir sehr am Herzen.

Eine meiner Schwächen? Ich mache manchmal zu viele Worte…und fühle mich noch oft nicht so alt wie ich bin.

Dr. Claudius Stahl

Was mir wichtig ist: Ehrlichkeit. Offenheit. Zu meinen Überzeugungen zu stehen.

Am besten an Heuweiler gefällt mir: das persönliche Miteinander und das lebendige Vereinsleben.

Was mir an der Gemeinderatsarbeit gefällt: Eine so kleine Gemeinde wie Heuweiler kann sich in Selbstständigkeit nur behaupten, wenn der Gemeinderat in wichtigen Fragen geschlossen auftritt. Dazu braucht es die Bereitschaft, anderen zuzuhören und Kompromisse zu schließen. Aber es braucht auch klare Ziele und den Willen, diese auch durchzusetzen. Heuweiler ist diesbezüglich gut aufgestellt.

Wofür will ich mich besonders einsetzen: Für den Ausgleich unterschiedlicher Interessen im Dorf. Für den Erhalt der Kulturlandschaft. Für die kontinuierliche Unterstützung der Vereine. Für die Stärkung der dörflichen Infrastruktur. Für eine gewerbefreundliche Dorfpolitik. Für Glasfaser in jedes Haus. Für eine dezentrale Flüchtlingsunterbringung. Für Solidität im Haushalt. Für die politische und finanzielle Selbstständigkeit Heuweilers.

Persönliches: Geboren 1966 in Mettlach/Saar. Geschieden, mit 2 Kindern im Haushalt. Heuweilermer seit 2001, Kandelstraße 11. Facharzt für Anästhesie. Personalrat an einer großen Freiburger Klinik. Delegierter der Vertreterversammlung der Bezirksärztekammer Südbaden. Mitglied der SPD.  Mitglied des MHD Heuweiler. Mitglied des Gemeinderats seit 2012. Stellvertretender Bürgermeister seit 2015.

Hubert Blattmann

Mein Motto? Unser Dorf ist es wert!

Was ist mir besonders wichtig?
Die Eigenständigkeit unserer Gemeinde.

Was sehe ich skeptisch bis ablehnend?
Die momentan angedachte Ausweisung eines weiteren Baugebietes.

Welches Gut gilt es für die Zukunft zu schützen und Wertzuschätzen?
Unsere Natur und Landschaft mit der damit verbundenen Arbeit aller im Haupt- und Nebenerwerb tätigen bäuerlichen Familien. Sie sind die nachhaltigen „Umweltbeauftragten“.

Was würde ich gerne in 5 Jahren in der BZ lesen?
… in Heuweiler hat sich der Verein „Wir sind Gemeinde“ gegründet mit der Zielsetzung: Zugehörigkeit – gemeinnützige Aktionen – Projekte …

Hendrik Elighofer

Was mir in Heuweiler wichtig ist?
– Als Gemeinderat will ich Lösungen finden die zu Heuweiler passen.
– Erhalt des gemütlichen Dorfcharakters, gleichzeitig aber am Puls der Zeit bleiben.
– Persönliches, aktives Mitgestalten des Dorflebens.

Was bedeutet Heuweiler für mich?
Heuweiler ist meine Heimat. Hier bin ich aufgewachsen.
Ich möchte auch weiterhin aktiv als Gemeinderat meinen Beitrag für ein starkes und Selbstbestimmtes Heuweiler leisten.

Für Heuweiler:
– Gemeinderat seit 2014
– Jugendraum Heuweiler Leitungsteam seit 2014
– Langjähriger aktiver Spieler, Jugendtrainer und Trainer DJK Heuweiler
– Langjähriges Mitglied und Jugendgruppenleiter MHD Heuweiler
– Langjähriger Teamer Zeltlager Heuweiler

Mein Motto?
Was nicht passt, wird passend gemacht!

Persönliches?
– 1974 geboren in München
– Krankenpfleger
– Verheiratet mit Marion Elighofer
– Zwei Söhne (12 und 15 Jahre)
– Leheneckbestie mit Herz

Daniel Paul

Mein Motto?
Gemeinsam anpacken!

Was mir wichtig ist?
Eine zukunftsorientierte und nachhaltige Dorfpolitik, speziell mit Blick auf Familien. Denn Kinder sind die Zukunft dieser Welt.

Wofür will ich mich besonders einsetzen?
Mein betriebswirtschaftliches Know-How möchte ich für einen ausgeglichenen und soliden Haushalt einsetzen. Mit meinem Ideenreichtum möchte ich neue Lösungsansätze einbringen, welche umsetzbar und integrativ sind. Ich möchte im Gemeinderat Ansprechpartner für Junge Leute und Familien sein sowie den Blickwinkel der jüngeren Generation im Gremium verstärkt einbringen. Insbesondere der Kindergarten und die Frage der Erweiterung liegen mir sehr am Herzen.

Persönliches?
Geboren 1985 in Ludwigsburg. Betriebswirt. Verheiratet, zwei Kinder (geboren 2015 & 2018). Heuweilermer seit 2012. Durchgängig im Elternbeirat des Kindergartens Sonnenhügel in Heuweiler seit 2017.

Georg Berk

In Heuweiler habe ich meine Heimat gefunden, ich lebe gerne hier.

Deshalb setze ich mich dafür ein, dass Heuweiler auch in Zukunft selbstständig bleibt,
Die schöne Landschaft in der wir leben soll erhalten bleiben. Dafür sollten wir die Landwirte unterstützen die die Landschaft pflegen.

Themen die mir am Herzen liegen sind neue Ideen zur Kinderbetreuung sowie die Beschaffung von Wohnraum und die Betreuung der uns zugewiesenen Flüchtlinge.

Mein Motto: lieber etwas tun als viel reden.

Ich lebe seit 30 Jahren in Heuweiler ,bin verheiratet und habe 3 Kinder.
Seit 29 Jahren bin ich Mitglied der freiwilligen Feuerwehr.
Ich bin Gründungsmitglied des AK Neubürger (Flüchtlingshelferkreis).

Dr. Vivienne Knobloch


Wer etwas will, der sucht nach Wegen!

Was ist mir wichtig?
Ärztliche Versorgung
Bildung
Beidseitige ehrliche Integration
Bewahrung unserer Umwelt

Was wünsche ich mir für unser Dorf?
Eine passende Infrastruktur
Mehr Zuschüsse für Projekte
Ausbau der Verkehrsanbindung
Ein reges Vereinsleben

Was mache ich gern?
Meinen Beruf ausüben
Sport und Musik
Meine Familie umarmen

Wofür würde ich mich im Gemeinderat einsetzten?
Dass Heuweiler für Groß und Klein attraktiv und sicher bleibt.

Persönliches:
Geboren 1968 in Stuttgart.
Verheiratet, eine Tochter.
Seit 2008 Heuweilemerin.
Fachärztin für Anästhesie, Notärztin und Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin.

Prof. Burkhard Werner

Was mir wichtig ist?

Ein gutes Zusammenleben im Dorf und gegenseitiges Respektieren anderer Meinungen. Eine gute Infrastruktur für Menschen aller Altersgruppen, auch älterer Menschen. Dazu gehört eine verlässliche Verkehrsanbindung nach Gundelfingen und Freiburg sowie die Möglichkeit, bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit eigenständig zu wohnen.

Was bedeutet Heuweiler für mich?

Eine Wahlheimat, die immer mehr zur Heimat wird.

Was ich gerne tue?

Menschen zusammenbringen, z.B. mit dem “Orangenen Punkt”, diskutieren, Lösungen suchen und finden, umsetzen. Wandern in der näheren und weiteren Umgebung.

Persönliches:

Geboren 1952 in Gütersloh. Verheiratet, zwei Söhne. Seit 1998 in Heuweiler. Diplom-Soziologe und Gesundheits-/Pflegewissenschaftler, Rentner

Ehrenamt:

Gründungsmitglied der Bürgerrunde Heuweiler (e.V.)
Mitglied in der AG Mobil der Bürgerrunde, v.a. für den Orangenen Punkt

Katharina Hermann

Warum lebe ich gerne in Heuweiler?

Ich schätze die abwechslungsreiche Landschaft und das naturnahe Leben in Heuweiler.
Ich schätze das überschaubare dörfliche Leben.
Ich schätze Musik und das kulturelle Leben.
Ich schätze Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.
Ich schätze den Lebensstandard, den wir momentan noch leben dürfen sowie unser ökologisches Haus und unser Plug-in-Hybridauto.

Damit Heuweiler auch morgen noch lebenswert ist …

… möchte ich die Landschaft in und um Heuweiler bewahren und schützen und seine regionalen Produkte stärken.
… möchte ich kreative und innovative Ideen entwickeln, die bestehende Traditionen ergänzen.
… möchte ich mich für ein kirchlich und kulturell vielseitiges Angebot einsetzen.
… möchte den jungen und älteren Menschen über meine musikpädagogische Arbeit eine Wegbegleiterin sein.
… möchte ich mich für Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit einsetzen, Heuweiler als ein energieeffizientes Dorf der Zukunft sehen, damit zukünftige Heuweilermer Bürger und unsere Kinder das Leben hier genießen können.

Persönliches

Ich lebe mit meinem Mann und meiner Tochter seit sechs Jahren in Heuweiler, bin freischaffende Musikerin, unterrichte Querflöte und Klavier privat in Heuweiler und an Musikschulen und leite die Kirchenchöre in Heuweiler und Glottertal.

Nico Bonadio

Wer es nicht probiert, kann es auch nicht schaffen.

Persönliches:
Geboren 29.09.1991 in Freiburg, wohnhaft in Heuweiler seit 2000, ledig, Zimmerermeister und Bautechniker, aktiver Fußballer der DJK Heuweiler, Teamer der ZLG- Gemeinschaft in Heuweiler, Mitglied bei den Leheneckbestien.

Was mir wichtig ist?
Gesundheit, Zusammenhalt, immer einen Schritt weiter voran kommen. Wertschätzen, wie schön wir es in Heuweiler haben.

Was ich mir für Heuweiler wünsche?
Selbstständigkeit, Beibehalten der Alleinstellungsmerkmale, das Dorfleben mit seiner gelassenen entschleunigenden Wirkung und Freundlichkeit nicht verlieren.

Was bedeutet Heuweiler für mich?
Heimat, schönste Kindheit die man sich vorstellen kann, Stolz, Ort zum Runterkommen und Wohlfühlen.

Wichtige Themen 2019

Die Neue Liste beschreibt regelmäßig (nicht nur im Wahlkampf)  ihre dorfpolitischen Themen  auf der Webseite www.neueliste-heuweiler.de. Die Gemeindräte der Neuen Liste haben die Erfahrung gemacht, dass in einer 5-jährigen Amtszeit manches entschieden werden muss, was nicht im Wahlprogramm vorkam, weil daran niemand gedacht hatte. Wir wollen auf vier aus der Perspektive von 2019 wichtige Themen (“Standpunkte”) hinweisen. Wir wissen, dass unter Umständen auch andere Themen auf die gewählten Gemeinderäte zukommen werden.

Die hier zusammengefassten Themen finden sich einzeln auch unter dem Menüpunkt  “Standpunkte”.

Dorfentwicklung und Selbstständigkeit

Mitwirken im Gemeinderat meint vor allem, dass Leben im Dorf zu erhalten, zu stärken und mit umsetzbaren Ideen Heuweiler kontinuierlich positiv mitzugestalten. Eben dieses Mitgestaltungsrecht, welches sich in unserer gemeindeeigenen Selbstständigkeit widerspiegelt, halten wir für ein hohes und schützenswertes Gut.  Im Gemeinderat stellen wir uns den Herausforderungen das Interesse einzelner immer wieder in die Gemeinde als Ganzes zu integrieren. Wie können wir erreichen, dass die Fortentwicklung unserer Gemeinde finanziell abgesichert ist? Worüber können wir mehr Einnahmen erzielen? Die Aufgabe Kinderbetreuung, Unterbringung der bei uns lebenden Menschen, die Vorsorge für Sicherheit sowie die Grundversorgung vieler elementarer Bedürfnisse wie Wasser, Energie und Lebensmittel müssen gewährleistet sein. Wie kann das Vereinsleben gestärkt werden? Welche Ideen finden wir, um solche Fragen anzugehen? Braucht es neben der zunehmenden Zusammenarbeit mit der Verwaltung in Gundelfingen für all das auch höhere Steuereinnahmen, um die Selbstständigkeit zu erhalten? Wie können wir verhindern, dass in Bälde anderswo das allgemeine Geschehen in Heuweiler erörtert und entschieden wird?

Das sind u.a. unsere Fragen, denen wir uns stellen. Wir sind zuversichtlich, dass es stets Antworten gibt, unsere Identität und Selbstständigkeit zu bewahren und auch zukünftig transparent für alle im eigenen Dorf Verantwortung zu übernehmen. Dafür treten wir an: Nico Bonadio, aktiv in der DJK Heuweiler, bei den Leheneckbestien und im Zeltlagerteam, Bauleiter; Katharina Hermann, Leiterin des Kirchenchors, engagiert für ökologisches und kulturelles Leben in Heuweiler, Musiklehrerin; Prof. Burkhard Werner, engagiert in der Bürgerrunde, Soziologe; Vivienne Knobloch, Ärztin aus Hinterheuweiler, Georg Berk, aktiv in der Feuerwehr und im Flüchtlingshelferkreis, Industriemonteur, Daniel Paul, aktiv als Vorsitzender des Elternbeirats im Kindergarten, Betriebswirt und Controller; Hendrik  Elighofer, engagiert im Jugendraumteam und bei den Leheneckbestien, im Gemeinderat, Krankenpfleger;  Hubert  Blattmann, aktiv in der KulturAG und im Arbeitskreis Kultur der Bürgerrunde, im Gemeinderat, Landwirt; Dr. Claudius Stahl, engagiert bei den Maltesern, im Gemeinderat, stellv. Bürgermeister, Arzt; Otmar Maas, im Vorstand der DJK Heuweiler, aktiv im Kirchenchor, im Gemeinderat, Theologe und Mitarbeiter in der Kirche.

 

Integrationspolitik

Heuweiler muss, wie alle anderen Gemeinden auch, Flüchtlinge aufnehmen. Als kleinste Gemeinde im Landkreis waren wir, anders als andere, in der Vergangenheit nicht zu dieser Aufgabe herangezogen worden. Dies hat sich durch die Zunahme der Migration nach Deutschland in den Jahren 2015 und 2016 geändert. Heuweiler hat sich mit dieser neuen Herausforderungen schwer getan. Als im Landkreis beschlossen wurde, auch den ganz kleinen Gemeinden Flüchtlinge zuzuweisen, waren die Bürger genauso überrascht wie die Gemeinderäte, auf die zusätzlich enormer Druck von außen ausgeübt wurde. Es sah zwischenzeitlich so aus, als ob die Gemeinde nur durch den Bau einer großen Flüchtlingsunterkunft in die Lage wäre, ihrer Verpflichtung nachzukommen. Aufgrund von fehlenden gemeindeeigenen Bauplätzen und aufgrund knapper Haushaltsmittel wäre eine solche Unterkunft nur auf einem Außenbereichsgrundstück finanzierbar gewesen. In diesem Kontext wurden insbesondere ein Grundstück am Kirchberg und eines am Ortsausgang Richtung Gundelfingen ins Spiel gebracht; es gab einen Grundsatzbeschluss und eine Bauvoranfrage. Möglicherweise getriggert durch diese Beschlüsse und den damit heraufbeschworenen Widerstand in der Bevölkerung wurden der Gemeinde jedoch inzwischen einige Wohnungen zum Miete angeboten, und es wurden mehrere Mietverträge geschlossen.
Heuweiler hat inzwischen einen Pro-Kopf-Anteil an schutzsuchenden Menschen, der dem Durchschnitt des Landkreises entspricht. Es haben sich Menschen aus der Mitte der Bevölkerung gefunden, die sich ehrenamtlich um die Integration dieser Menschen kümmern. In Sachen „Flüchtlingsunterbringung“ ist in Heuweiler im letzten Jahr ein Stück Normalität eingekehrt. Dennoch sind wir immer noch in einer besonderen Situation: Dadurch, dass die Unterbringung von der Gemeindeverwaltung Gundelfingen koordiniert wird, wurden nach Heuweiler vor allem Familien zugewiesen. Dies erleichtert die Bereitschaft der Wohnungseigentümer, an die Gemeinde zu vermieten, und es erleichtert gleichzeitig die Integration der Menschen. Es entspricht aber nicht der Zuweisungspraxis des Landkreises!
Durch die im Verhältnis schlechte Infrastruktur in Heuweiler (ÖPNV, Nahversorgung, kein Sozialarbeiter vor Ort) würde es Heuweiler schwer fallen, den individuellen Bedürfnissen vieler Einzelpersonen gerecht zu werden.

Die Neue Liste wird sich dafür stark machen, dass Heuweiler das Konzept der dezentralen Unterbringung in angemieteten Wohnungen weiterentwickelt wird so dass auf eine große Einrichtung, so wie sie im Jahre 2018 angedacht war, dauerhaft verzichtet werden kann. Damit dies gelingen kann, bedarf es einer guten Zusammenarbeit insbesondere mit der Verwaltung und dem Gemeinderat in Gundelfingen, da wir nach unserer Überzeugung die Aufgabe, so wie sie vom Landkreis an uns herangetragen wird, auch in Zukunft nicht alleine meistern können. In diesem Kontext ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kosten, die der Gemeinde Gundelfingen durch die Inanspruchnahme ihrer Experten entstehen, von Heuweiler übernommen werden. Außerdem ist es notwendig, den ehrenamtlichen Helfern jede Unterstützung zukommen zu lassen, die sie für ihre Arbeit benötigen. Unser Ziel ist es, den als Flüchtlinge zu uns gekommenen Menschen mindestens eine dauerhafte Teilhabe an unserem Gemeinwesen zu ermöglichen. Vielleicht kann es gelingen, dass Heuweiler ihnen eine zweite Heimat wird.

Verwaltungsgemeinschaft

Für die meisten Menschen in Heuweiler ist die Zusammenarbeit in der Verwaltung der beiden eigenständigen Gemeinden Heuweiler und Gundelfingen wie selbstverständlich. Sie existiert seit den siebziger Jahren im vergangenen Jahrhundert. Anlass war damals die Gemeindereform in Baden-Württemberg. Gemeinden, die sich verwaltungstechnisch zusammenschlossen, durften selbstständig bleiben. Es war der geschickte Schachzug der Verantwortlichen der damaligen Zeit. Gundelfingen wollte keinesfalls von Freiburg geschluckt werden, Heuweiler hatte damit entschieden, nicht mit Glottertal zusammen zu gehen. Auch heutzutage gibt es in Stuttgart Pläne in der Schublade, eine solche Gemeindereform fortzusetzen. In der Neuen Liste sind wir nach wie vor dankbar für das vorausschauende, selbstbewusste Denken der damals verantwortlichen Gemeinderäte in Heuweiler. Denn Selbstständigkeit ist eines der höchsten Güter, das man haben kann. Dafür lohnt sich jeder Einsatz von eigenverantwortlich denkenden Menschen.
Die Verwaltungsgemeinschaft mit der Gemeinde Gundelfingen beinhaltet heute fast alle Bereiche. Der Gemeinderat Heuweiler hat erst jüngst in enger Kooperation und Abstimmung mit dem Gemeinderat Gundelfingen eine Lösung entwickelt, die auch für das eher überschaubare Heuweiler sämtliche Verwaltungsaufgaben einer zeitgemäßen Gemeindeverwaltung auf hohem Niveau und mit bester Kompetenz anbietet. Sowohl unser neuer Hausmeister ist in den großen Bauhof Gundelfingens eingebettet, als auch die Verwaltungskräfte vor Ort mit Präsenzzeiten in Heuweiler sind in Gundelfingen mit angestellt. Es liegt nahe, dass der Verwaltungskostenbeitrag Heuweilers dadurch um eine größere Summe gestiegen ist. Dafür ist aber auch das Verwaltungsangebot für die Bürgerinnen und Bürger Heuweilers enorm gesteigert worden. Die Finanzverwaltung und das Bauamt für Heuweiler sind schon seit langem im Rathaus Gundelfingen integriert. Nun kann man jederzeit mit allen Anliegen im Rathaus Gundelfingen vorsprechen und wird dort bestens angenommen. Zudem gibt es kontinuierlich zwei mal in der Woche auch die personelle Präsenz in den Verwaltungsräumen im Gemeindehaus in Heuweiler. Sobald alle Stellen besetzt sind, werden es drei Tage sein. Im Gemeinderat Heuweiler sind wir dankbar und froh, dass wir diese gute Übereinkunft mit den Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat Gundelfingen einvernehmlich vereinbaren konnten. Modern und klug ist es, die Eigenverantwortung durch Zusammenarbeit und Koordination zu untermauern, ohne sich damit selber qualitativ Mängel aufzuerlegen. Dafür stehen wir in weiterhin mit allen unseren Kandidatinnen und Kandidaten der Neuen Liste Heuweiler bei der vor uns liegenden Gemeinderatswahl am 26. Mai. Für diese Sichtweisen und für alle unsere anderen Anliegen (www.neueliste-heuweiler.de) bitten wir die Wählerinnen und Wähler in Heuweiler um Unterstützung mit Ihren Stimmen für die Neue Liste Heuweiler.

 

Finanzen & Wirtschaft

Als kleine selbstständige Gemeinde ist Heuweiler auf gesunde Finanzen angewiesen. Wir meinen, dass sie die Voraussetzung sind, um die Gestaltungsspielräume für die Entwicklung der Gemeinde zu nutzen, die die Selbständigkeit bietet. Daher ist ein ausgeglichener Haushalt für Heuweiler sehr wichtig. Eigentlich besteht in den nächsten Jahren umfangreicher Finanzierungsbedarf: Wir müssen dringend über die bauliche Erweiterung unseres Kindergartens um mindestens eine Gruppe nachdenken. Die Feuerwehr fordert einen neuen Mannschaftstransportwagen. Wenigstens einen geteerten Weg für Radfahrer nach Gundelfingen sollte es geben. Außerdem müssen dringend die Weichen gestellt werden, damit in Heuweiler jedes Haus mit Glasfaser versorgt werden kann. Wir müssen in Nahversorgung investieren und in altersgerechtes Wohnen. Um solche Projekte stemmen zu können wird es notwendig sein, unsere Einnahmen deutlich und nachhaltig zu verbessern. Die Neue Liste regt eine Diskussion über die Senkung der Gewerbesteuer an, damit wir für Gewerbetreibende attraktiver werden, und um langfristig Gewerbetreibende anzusiedeln. Fehlkosten, die durch einen solchen Schritt vorübergehend entstehen würden, müssen möglicherweise durch Anhebung der Grundsteuer B ausgeglichen werden. Gleichzeitig sollten wir uns darauf vorbereiten, im Dorf ein Baugebiet zu entwickeln, sofern sich in den nächsten Jahren eine Gelegenheit dazu bieten sollte.

Unsere Kandidaten

 

  Nico Bonadio

Daniel Paul

Katharina Hermann

Burkhard Werner

Vivienne Knobloch

Georg Berk

  Daniel Paul

Hendrik Elighofer

Hubert Blattmann

Claudius Stahl

Otmar Maas

 

Unsere Wahlflyer und unser Plakat

Flyer 2019 und Plakat 2019

Heuweiler: Historische Notizen

An dieser Stelle entsteht eine Sammlung historischer Dokumente und Geschichten über Heuweiler. Durch Verlinkungen der Quellen soll für jedermann transparent sein, woher die Informationen stammen.

Für Kommentare und Korrekturen sowie für weitere Beiträge bin ich sehr dankbar.

Zeitleisten, Zusammengestellt von Dargleff Jahnke. Gemeindearchiv Heuweiler 2016

Liste der ehemaligen Bürgermeister von Heuweiler seit 1838

Alte Römerstrasse ins Glottertal: Heerweg zwischen Heuweiler und Denzlingen

Heuweiler an den Grenzen des “Wildbanns” im nördlichen Breisgau 1008

140 Jahre Irrtum. “Johannes von Heuswile” 1266 hat nichts mit Heuweiler zu tun.

Nennung von Heuweiler im “Liber decimationis cleri constantiensis pro papa de anno 1275”

Rechte des Dinghofs zu Heuweiler (14. Jhd, wahrscheinlich vor 1341)

Besitzungen des Margarethenstifts Waldkirch im Jahre 1784

Malefikantenweg und Hochgericht in Heuweiler

Der Freiburger Weiberkrieg 1757

Heuweiler im “Universal-Lexikon vom Grossherzogthum Baden” 1847

Konkrete Planungen für ein Schul- und Rathaus von 1925 aus der Zeit der Republik Baden 1918-1945

“Bürgermeister, Du wirst sehen, wir verlieren den Krieg” In: Untersuchungsakten 1941/1942 der Staatsanwaltschaft beim Sondergericht Freiburg / 1940-1945

Fernverkehr durch Heuweiler? Schwarzwaldautobahn A86

Scheibenschlagen in Heuweiler. Zur Wiederbelebung eines Brauchtums in den 1980er Jahren

Historische Luftbilder von Heuweiler

Hinweise:

Das Adverb item (lat. „ebenso, ferner, desgleichen“) ist eine veraltete satzverknüpfende Partikel.

sol. ist die Abkürzung für Solidus