Otmar Maas

Was mir in Heuweiler wichtig ist? Das Mittun und Dazugehören. Heuweiler ist für mich der Lebensmittelpunkt. z. B. unser Haus in der Gundelfinger Str., beim Zeltlager in den ersten Jahren, die Mitarbeit in der Pfarrgemeinde St. Remigius im Pfarrgemeinderat, Kirchenchor und heute vor allem der Kindergarten; und auch der Sportverein DJK Heuweiler gehören besonders dazu  (18 Jahre  als Jugendleiter, sechs als 1. Vorsitzender und aktuell wieder im Vorstand); seit nun 20 Jahren der Gemeinderat.

Und im Gemeinderat? Immer der Blick für das Ganze, dem Leben mehr Vorrang zu lassen als dem Prinzip, das Dazugehören aller zu fördern, von klein bis ganz groß, von jung bis ins hohe Alter.

Und noch? Für unser Dorf wünsche ich mir, dass wir immer selber entscheiden können, wie es weitergehen soll. Ich trete dafür ein, dass Heuweiler einen eigenen Bürgermeister erhält. Jetzt ist die Zeit da, dass jemand diese Aufgabe ausschließlich für Heuweiler tun kann für die Identität und den Zusammenhalt und die kommunale Qualität im weiterhin selbständigen Heuweiler.

Das kulturelle Leben in Heuweiler steht für mich an oberer Stelle. Die Herzensbildung des Einzelnen und das Zusammenleben der Menschen sind immer eine große Aufgabe, die nie starr ist.

Das konstruktive und engagierte Zusammenwirken unter allen Gruppen im Gemeinderat bleibt dafür das tragende Fundament.

Und für mich selber? Mich interessieren offene Fragen und der Alltag. Im Licht meines Glaubens ausgedrückt wie der Hl.Ignatius sagt: „Gott finden in allen Dingen.“

Mein Motto? Es gibt noch drei Sätze, die mich angesprochen haben:

“Nicht das Vielwissen, sondern das Verkosten und Verspüren der Dinge sättigt und befriedigt die Seele.” (Ignatius v. Loyola)
“Schiffe sind sicher, wenn sie im Hafen liegen. Aber dafür sind Schiffe nicht gebaut.”
“Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.” Röm 5,5

Sie begleiten mich seit langem bei meinen persönlichen Lebensentscheidungen und in meinem derzeitigen beruflichen Alltag in der Seelsorgeeinheit Gundelfingen-Zähringen und an der Albert-Schweitzer-Werkrealschule in Gundelfingen.

Mein Lieblingsplatz in Heuweiler? Unsere Dorfkirche St. Remigius und das Wildtaler Eck

Meine schönsten Erlebnisse? ‚Bestes‘ und ‚Schönstes‘ ist immer schwer zu benennen. Es gibt unzählig Gleichrangiges bei mir. Ich gehe immer ganz darin auf, mit unseren Enkeln zu sein oder für die Familien unserer Kinder. Ich kann außer mir sein, wenn ein Tor für uns fällt.

Ich lese für mein Leben gerne Zeitung oder tu auch mal gar nichts. Ich tanze und freue mich sehr, dass in Heuweiler Wein wächst. Ich bin sehr gerne verheiratet.

Was ich gar nicht haben kann? Absolute Rechthaberei mag ich gar nicht. Egal, aus welcher Liste oder von wem sie stammen mag.

Persönliches? In diesem Jahr bin ich 60 Jahre alt. Aufgewachsen war ich in einer großen Familie auf dem Dorf im Hohenzollerischen (Melchingen), zur Schule ging ich in Sigmaringen. Durch mein Studium (Theologie) kam ich nach Freiburg, war dazu ein Jahr in Israel in Jerusalem und bin danach nicht mehr aus dem Freiburger Land weg. Über Wildtal und Glottertal sind wir vor ca. 30 Jahren in Heuweiler angekommen. Solange mir nichts Zwingendes passiert, will ich von hier auch nicht mehr fort.

In unserer eigenen Familie gibt es inzwischen drei erwachsene Söhne, zwei Schwiegertöchter, zwei Enkelinnen und drei Enkel.

Sie alle, und Petra, meine Frau – wir haben 1979 in Heuweiler geheiratet –  sind mir besonders wichtig und liegen mir sehr am Herzen.

Eine meiner Schwächen? Ich mache manchmal zu viele Worte…