Warum ich Martin Weiner dabei unterstütze, Bürgermeister für Heuweiler zu werden – Persönliche Stellungnahme von Claudius zur Bürgermeisterwahl am 3.Mai

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Wahlkampf in Heuweiler wird zum Teil sehr emotionsgeladen aufgenommen. Dies liegt daran, dass sich viele Bürger im Dorf mit dem Thema Bürgermeisterwahl auseinandersetzten, und das ist gut so. Ich habe aber auch schon gehört, insbesondere Martin Weiner führe einen unfairen Wahlkampf, und das, weil er von vielen Gemeinderäten unterstützt werde. Dieser Vorwurf betrifft auch mich. Daher habe ich Martin gebeten, heute meine persönliche Sicht darlegen zu dürfen. (Rede gehalten am 22.4. im Ratsaal Heuweiler)

„Warum ich Martin Weiner dabei unterstütze, Bürgermeister für Heuweiler zu werden“

 

Schon bald nachdem ich 2001 nach Heuweiler gezogen war, wurde mir klar, dass Heuweiler anders ist als andere Orte. Dies zu erkennen, bedarf aber keiner besonderen Gabe, es ist offensichtlich, wenn man mit offenen Augen durch das Dorf geht. Heuweiler hat eine lange Tradition darin, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Als Beispiel sei eine Petition genannt, die Änderungen an der Paulskirchenverfassung von 1848 forderte. Diese war von 13 Heuweilermer Bürgern unterschrieben (Heuweiler hatte damals ca. 350 Einwohner). Und den gleichen Willen, selbst zu Gestalten merkt man allenthalben im Ort. Den Erhalt der Selbstständigkeit Heuweilers in den 70er Jahren muss man in diesem Zusammenhang weniger als glückliche Fügung, sondern als konsequente Entwicklung einer stolzen und selbstbewussten Bürgerschaft ansehen.

In den vergangenen Jahren hatte Heuweiler keinen „eigenen“ Bürgermeister, das ist richtig, Viele sagen, die Personalunion des Bürgermeisters von Gundelfingen und Heuweiler habe dem Dorf gut getan. Es ist in meinen Augen ein Irrtum zu glauben, dies habe an der Personalunion gelegen! Viel wichtiger war die starke Persönlichkeit von Dr. Bentler. Man darf in diesem Zusammenhang auch nicht vergessen, dass Heuweiler bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für Gundelfingen durchaus eine aktive Rolle hatte. Heuweiler hatte sich damals bewusst für die Personalunion entschieden, und zwar auch, weil es keinen geeigneten Kandidaten aus dem Dorf gab. So kam es, dass Dr. Bentler in Heuweiler bei keiner Wahl in 32 Jahren je einen Gegenkandidaten hatte.

Die Zeiten ändern sich. Diesmal hat Heuweiler einen eigenen Kandidaten, der die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für das Bürgermeisteramt erfüllt, und der die Verhältnisse im Ort aus jahrelanger Tätigkeit als Gemeinderat und Bürgermeisterstellvertreter kennt. Nachdem ich dies erkannt hatte, habe ich mich schon im Kommunalwahlkampf festgelegt, dass ich mir einen eigenen Bürgermeister für Heuweiler wünsche. Bereits damals war klar, dass ich damit Martin Weiner meinte. Daher war es und ist es für mich völlig konsequent, dass ich Martin in seiner Bewerbung und in seinem Wahlkampf unterstütze.

Vier Gründe, warum Martin der richtige Bürgermeister für Heuweiler ist:

1.) Heuweiler braucht einen Verwaltungsfachmann
Heuweiler als kleinste Gemeinde des Landkreises hat nur eine sehr kleine eigene Verwaltung, auf die sich ein Bürgermeister stützen kann. Daher bin ich überzeugt, dass wir unbedingt einen Bürgermeister mit eigener Verwaltungserfahrung brauchen, da der Bürgermeister die Verwaltung leiten soll und nicht umgekehrt. Außerdem ist diese Qualifikation wichtig, damit Heuweiler die Vorteile der starken Verwaltungsgemeinschaft optimal für Heuweiler nutzen kann. Martin kann nicht nur auf ein abgeschlossenes Studium als Diplom-Verwaltungswirt verweisen, sondern auch auf jahrzehntelange Berufserfahrung in Führungspositionen sowohl in der Gemeindeverwaltung als auch in der Privatwirtschaft.

2.) Heuweilers Bürgermeister braucht betriebswirtschaftliche Erfahrung
Der finanzielle Spielraum von Heuweiler ist klein. Rücklagen sind kaum noch vorhanden. In den nächsten Jahren wird es darauf ankommen, dass jeder Cent dreimal umgedreht wird. An der Spitze des Rathauses wird betriebswirtschaftliche Kompetenz benötigt, da ohne einen gesunden Haushalt die politische Selbstständigkeit verloren gehen würde. Aufgrund der knappen eigenen Mittel zweifle ich an, dass Heuweiler in den nächsten Jahren größere Fördertöpfe anbohren kann, da bei öffentlichen Fördermitteln immer ein hoher Eigenanteil verlangt wird, den wir nicht leisten können. Abgesehen davon bin ich überzeugt, dass es lange dauert, bis ein junger Bürgermeister eine so gute Vernetzung hinbekommt, wie sie Martin jetzt schon vorweisen kann.

3.) Heuweiler braucht einen Personalchef für die Gemeindeangestellten
Die Leistungsfähigkeit von Angestellten hängt sehr davon ab, wie sehr sie sich mit ihrem Arbeitsplatz identifizieren können, wie sehr sie sich von ihren Aufgaben gefordert fühlen und wie selbstständig sie die Aufgaben erledigen können. Sehr wichtig für die Zufriedenheit in einer Stelle ist auch die Anerkennung insbesondere durch Vorgesetzte. An der einen oder anderen Stelle kann auch etwas Kontrolle nützlich sein. Eine der wichtigsten Aufgaben eines Bürgermeisters in Heuweiler ist es, als Führungskraft die eigenen Mitarbeiter zu unterstützen. Die Präsenz im Dorf ist an dieser Stelle viel wichtiger als für die Erreichbarkeit für die Bürger. Die Bürger können im Zweifelsfall zum Telefon greifen. Mitarbeiterführung funktioniert aber so nicht. Aufgrund seiner vielen Jahre Erfahrung als Geschäftsführer und durch seine größere Präsenz im Ort ist Martin Weiner der richtige Mann für diesen Job.

4.) Heuweiler braucht jemanden, der die Interessen des Dorfes eigenständig vertreten kann
Nirgendwo können die Interessen des Dorfes festgelegt werden außer im Dorf selbst. Jemand, der Bürgermeister in einem anderen Ort ist und nicht bei uns wohnt, der mag vielleicht „niemandem im Dorf verpflichtet“ sein. Es liegt aber doch nahe, dass ein solcher Bürgermeister den Bürgern und dem Gemeinderat in seiner eigenen Gemeinde, in der er hauptamtlich tätig ist und in der er auch wohnt, verpflichtet sein könnte? Personalunion des Bürgermeisters bedeutet, dass in einer Konfliktsituation nicht unbedingt klar wird, wessen Position der Bürgermeister eigentlich vertritt. Außerdem kann der Bürgermeister mit seiner herausgehobenen Position eine Meinungsbildung zu bestimmten Themen gezielt verhindern. Ich bin überzeugt, dass es das stolze, selbständige Heuweiler verdient hat, dass die eigenen Interessen unabhängig definiert und dass sie mit eigener Stimme vertreten werden. Das funktioniert nur mit einem eigenen Bürgermeister.

Ich kenne Martin, seit unsere Kinder gemeinsam in die Grundschule gingen. Ich war mit der Neuen Liste an zwei Kommunalwahlkämpfen gegen ihn als Freien Wähler beteiligt. Seit drei Jahren erlebe ich ihn im Gemeinderat als Bürgermeisterstellvertreter. Seine persönliche Integrität und seine fachliche Kompetenz kennend habe ich nicht den geringsten Zweifel, dass Martin der richtige Mann für das Bürgermeisteramt Heuweiler ist.

Daher werde ich Martin Weiner am 3. Mai meine Stimme geben.

 

 

Claudius Stahl

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Keine Kommentare

  1. Claudius Stahl sagt:

    Offizielles Ergebnis der Bürgermeisterwahl Heuweiler vom 03.05.2015:

    Rapahel Walz 65,63 % 441 Stimmen
    Martin Weiner 33,93 % 228 Stimmen
    Sonstige 0,44 % 3 Stimmen

    Wahlberechtigung 74,53 %

    Gewählt worden ist Raphael Walz.

    Amtsantritt ist der 01. August 2015.